Mitgliedschaft im „F√∂rderverein der IG Fair-Whart?“

September 25, 2020
WICHTIGE MITTEILUNG der IG „Fair-wahrt?“ und des „F√∂rdervereins der IG-Fair-wahrt?“ betreffend MITGLIEDSCHAFT IM „FOERDERVEREIN DER IG – FAIR-WAHRT?“ Um die Spendengelder effizienter einzusetzen, sprich: um kostspieligen ‚Blindversand‘ an Adressaten, welche darauf keinen besonderen Wert legen, k√ľnftig m√∂glichst zu vermeiden, haben wir uns entschieden, ab sofort allgemein eine Passivmitgliedschaft im „F√∂rderverein der IG – Fair-wahrt?“ anzubieten. BEDINGUNGEN Dies gilt in erster Linie f√ľr alle bisher als „Teilnehmende“ der Interessengemeinschaft „Fair-wahrt?“ (IG-Fw.) aufgef√ľhrten Massnahmegefangenen (Art.59 und Art.64 StGB). Es gilt auch f√ľr andere interessierte Personen, besonders auch f√ľr alle G√∂nnerinnen und G√∂nner unserer IG, unabh√§ngig davon, ob diese uns bisher mit Spenden unterst√ľtzt haben oder nicht. G√∂nnerinnen und G√∂nner oder auch Angeh√∂rige und Bezugspersonen von Gefangenen und auch andere Drittpersonen k√∂nnen eine Aktivmitgliedschaft im F√∂rderverein beantragen; wir suchen Helferinnen/Helfer, die aktiv im Verein mithelfen k√∂nnen, z.B. als Aktuar/in, f√ľr Schreib oder Kopierarbeiten, etc. Eine Aktivmitgliedschaft steht Insassen von geschlossenen Anstalten aus praktischen Gr√ľnden leider nicht offen (keine M√∂glichkeiten f√ľr Teilnahme an Versammlungen etc.). Gleichzeitig mit diesem Beschluss wurde der Jahresbeitrag f√ľr Passivmitgliedschaft neu auf Fr. 25.- reduziert (bisher Fr. 100.-). Der Jahresbeitrag ist j√§hrlich bis jeweils Ende M√§rz zum Voraus f√§llig. Wir sind weiter auch auf Jene angewiesen, die etwas spenden k√∂nnen! Gefangene, die den Jahresbeitrag aus irgend einem Grunde nicht entrichten k√∂nnen, m√ľssen dies sp√§testens bis zum F√§lligkeitsdatum schriftlich mit kurzer Begr√ľndung mitteilen, damit wir Gew√§hr haben, dass die betreffende Person ernsthaft an der Mitgliedschaft interessiert ist und weiterhin auf der Empf√§ngerliste f√ľr unseren Versand sein m√∂chte (unkomplizierte Kulanzbereitschaft, ja – Rechtsanspruch, nein). Passivmitglieder haben Anspruch auf Jahres-, Rechnungs- und allf√§llige Zwischenberichte sowie weiterhin auf alle unsere allgemeinen Zusendungen (Rundbrief, Beilagen, Bulletins). Ein Stimm und Wahlrecht und eine Teilnahme an Versammlungen besteht bei Passivmitgliedschaft nicht. Hingegen k√∂nnen schriftlich Antr√§ge an den Vorstand und an die Jahresversammlungen gestellt werden, welche zur Kenntnis genommen und gepr√ľft werden. Es besteht keine Gew√§hr f√ľr deren Umsetzung. Siehe hierzu auch die beiliegenden Statuten des „F√∂rdervereins der IG-Fair-wahrt?“ sowie den Verhaltenskodex und allgemeine Informationen. Wir danken Euch f√ľr Euer uns bisher und k√ľnftig entgegengebrachtes Vertrauen und f√ľr Eure Treue und entbieten allen weiterhin unsere besten W√ľnsche Im April 2014 f√ľr den „F√∂rderverein der IG-Fair-wahrt?“ Laure Landwehr , Pr√§sidentin f√ľr die IG „Fair-wahrt?“ Beat Meier
Statuten A Allgemeines F√∂rderverein der IG-FAIR-WAHRT? Alle Formulierungen sind in ihrer Funktion zu verstehen, sie beziehen sich auf beide Geschlechter. 1. Mit dem Namen ‚ÄěF√∂rderverein der Interessen-Gemeinschaft Fair-wahrt?‚Äú besteht ein Verein gem√§ss Art. 60 if ZGB, folgend mit K√ľrzel „FV“ bezeichnet. Wohnsitz der Pr√§sidentin ist zugleich Sitz des Vereins. 2. Zweck ist die finanzielle F√∂rderung der IG „Fair-wahrt?“ folgend mit K√ľrzel „lG“ bezeichnet, welcher seinerseits faire Verfahren und Lebensbedingungen in allen Belangen der Sicherheitsverwahrung und pr√§ventiver Haft erzielen will. Siehe Anhang. 3. Der FV verfolgt seine Ziele durch sammeln von Spenden, die er einzig zu Gunsten der IG verwaltet und ihrer Weisung gem√§ss einsetzt. Der FV verg√ľtet Auslagen der IG und begleicht ihre Rechnungen durch √úberweisung soweit es die Mittel des Spendenkontos erlauben. Die IG hat jederzeit das volle Einsichtsrecht in die Finanzen des FV. B Mitglieder 4. Der Verein besteht aus Aktiv- und Passivmitgliedern. 5. Aktivmitglieder sind nat√ľrliche Personen, sie bem√ľhen sich aktiv um den Vereinszweck. 6. Als Passivmitglieder k√∂nnen nat√ľrliche und juristische Personen aufgenommen werden, die sich an der Verfolgung des Vereinszwecks durch materielle Beitr√§ge regelm√§ssig beteiligen. Einmalig oder unregelm√§ssig unterst√ľtzende Personen gelten als G√∂nner, sie haben keinen Mitgliedstatus. C Beginn und Ende der Mitgliedschaft 7. Die Mitgliedschaft entsteht nach Beitrittserkl√§rung unter Kenntnis und Annahme der Statuten mit dem Aufnahmebeschluss der Vereinsversammlung von mindestens 4/5 der abgegebenen Stimmen. Der FV definiert generell die angestrebte Mitgliederzahl und kann Aufnahmen ohne Begr√ľndung ablehnen. 8. Die Mitgliedschaft erlischt durch Austritt, Ausschluss oder Tod bzw. Aufl√∂sung der juristischen Person. Der Austritt muss dem Vorstand schriftlich mitgeteilt werden. Das austretende Mitglied bleibt f√ľr das laufende Vereinsjahr beitragspflichtig. Mitglieder, die den Verein materiell oder immateriell sch√§digen, m√ľssen vom Vorstand ermahnt werden. Bleibt die Mahnung unwirksam, kann der Vorstand den Ausschluss verf√ľgen, welcher dem ausgeschlossenen Mitglied sofort schriftlich mitzuteilen ist. Ausgeschlossene k√∂nnen an die n√§chste Vereinsversammlung rekurrieren; deren Beschluss ist endg√ľltig. Das Erl√∂schen der Mitgliedschaft hat den Verlust aller Mitgliedschaftsrechte zur Folge. D Rechte und Pflichten der Mitglieder 9. Die Aktivmitglieder sind verpflichtet, a) sich an den T√§tigkeiten des Vereins aktiv zu beteiligen, die Interessen des Vereins nach Kr√§ften zu wahren und seine Bestrebungen zu f√∂rdern, b) die von der Vereinsversammlung festgesetzten Beitr√§ge zu entrichten. Die Aktivmitglieder sind an Vereinsversammlungen stimm und antragsberechtigt. 10. Die Passivmitglieder haben den von der Vereinsversammlung festgesetzten Jahresbeitrag zu entrichten. Sie haben Anrecht auf Informationen √ľber das Vereinsgeschehen, haben jedoch kein Stimmrecht. E Organe 11. Die Organe des Vereins sind: – Die Vereinsversammlung – Der Vorstand – Die Revisoren 12. Das oberste Organ des Vereins ist die Vereinsversammlung der Aktivmitglieder. Passivmitglieder erhalten ein Protokoll der Versammlung. Es steht dem Vorstand frei, die Passivmitglieder zu Versammlungen einzuladen. 13. Der Vereinsversammlung steht die Behandlung der folgenden Gesch√§fte zu: I. Als j√§hrliche ordentliche Gesch√§fte: 1. Wahl der Stimmenz√§hler 2. Genehmigung des Protokolls der letzten Vereinsversammlung 3. Genehmigung des Jahresberichtes des Vorstands 4. Genehmigung der Jahresrechnungen des Vereins 5. Entlastung des Vorstands 6. Festsetzung der Jahresbeitr√§ge 7. Genehmigung des Voranschlags 8. Wahlen a) des Pr√§sidenten b) des Rechnungsf√ľhrers c) weiterer Vorstandsmitglieder d) der Rechnungsrevisoren II. sowie bei Vorliegen entsprechender Antr√§ge: ‚ÄĘ Beschlussfassung √ľber Antr√§ge des Vorstandes und der Mitglieder ‚ÄĘ Statuten√§nderung ‚ÄĘ Rekursentscheid gegen eine Ausschlussverf√ľgung ‚ÄĘ Aufl√∂sung des Vereins 14. Die ordentliche Vereinsversammlung findet j√§hrlich im ersten Vierteljahr statt. Das Datum ist f√ľr eine m√∂glichst vollz√§hlige Beteiligung optimal zu w√§hlen. Auf Beschluss des Vorstandes oder auf schriftliches Begehren (unter Nennung der Traktanden) von mindestens 1/5 der stimmberechtigten Mitgliedern ist innert acht Wochen eine ausserordentliche Vereinsversammlung einzuberufen. Die Einladung zur Vereinsversammlung mit Bekanntgabe der zu behandelnden Gesch√§fte hat mindestens 14 Tage vorher schriftlich zu erfolgen. 15. Die Vereinsversammlung wird vom Pr√§sidenten geleitet. Bei Verhinderung bestimmt der Vorstand oder in letzter Instanz die Vereinsversammlung eine stellvertretende Versammlungsleitung. 16. Bei Abstimmungen √ľber Sachgesch√§fte entscheidet das einfache Mehr der abgegebenen Stimmen (Art. 22 und 23 bleiben vorbehalten), bei Stimmengleichheit der Stichentscheid der Versammlungsleitung. Bei Wahlen entscheidet im ersten Wahlgang das absolute Mehr, im zweiten das relative Mehr der abgegebenen Stimmen. Abstimmungen und Wahlen finden offen statt. 17. Der Vorstand besteht aus mindestens 2 Aktivmitgliedern: der Pr√§sidentin und dem Rechnungsf√ľhrer. Nach M√∂glichkeit w√§hlt die Vereinsversammlung weitere Mitglieder in den Vorstand: Der Vorstand konstituiert sich im weiteren selbst. Die Amtsdauer aller Vorstandsmitglieder betr√§gt ein Jahr, bei unbeschr√§nkter Wiederw√§hlbarkeit. 18. Der Vorstand hat das Recht und die Pflicht, den Verein zu leiten und die Angelegenheiten des Vereins zu besorgen. Der Vorstand f√ľhrt Buch √ľber die Einnahmen und Ausgaben sowie √ľber die Verm√∂genslage des Vereins. Er verf√ľgt zur Erf√ľllung seiner Aufgaben √ľber alle Kompetenzen, die nicht einem anderen Vereinsorgan vorbehalten sind. Der Vorstand vertritt den Verein nach aussen, er regelt die Unterschriftsberechtigungen. Der Vorstand ist befugt, √ľber im Voranschlag nicht vorgesehene Ausgaben bis zur H√∂he von 10 % des Vereinsverm√∂gens zu beschliessen. 19. Der Vorstand tagt auf Einladung des Pr√§sidenten, so oft es die Gesch√§fte erfordern. Mitglieder des Vorstandes k√∂nnen schriftlich die Einberufung einer Sitzung verlangen, die innert Monatsfrist stattfinden muss. Die Vorstandssitzungen werden vom Pr√§sidenten oder vom Vizepr√§sidenten geleitet. Der Vorstand ist beschlussf√§hig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder, worunter der Pr√§sident oder der Vizepr√§sident, anwesend ist. Beschl√ľsse erfolgen durch die einfache Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Der Vorsitzende stimmt mit. Bei Stimmengleichheit f√§llt er den Stichentscheid. Beschlussfassung per Korrespondenz ist m√∂glich, sofern kein Vorstandsmitglied eine Zusammenkunft verlangt. 20. Die Vereinsversammlung w√§hlt einen oder zwei Rechnungsrevisoren. Ihnen obliegt die Pr√ľfung der Vorstandsarbeit insbesondere der Rechnungsf√ľhrung des Vereins. Sie haben √ľber ihren Befund der Vereinsversammlung schriftlich Bericht zu erstatten und Antrag zu stellen. Ihre Amtsdauer betr√§gt ein Jahr, die Wiederwahl ist m√∂glich. Fehlen dem FV Revisoren, so √ľbernimmt die Vereinsversammlung die Revisionsaufgabe. Die Kasse ist in diesem Falle komplett mit allen Belegen vorzulegen. Steigt das Vereinsverm√∂gen auf mehr als CHF 25000.-, so ist eine professionelle Revision beizuziehen. F Schlussbestimmungen 21. Statuten√§nderungen sind nur erlaubt a) mit Zustimmung der IG im Einzelnen, b) ohne Zustimmung der IG, wenn diese handlungsunf√§hig geworden ist. Statuten√§nderungen bed√ľrfen des Beschlusses einer Vereinsversammlung mit einer Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen Stimmen. Die IG kann einen stimmberechtigten Vertreter in die Versammlung delegieren. 22. Die Aufl√∂sung des Vereins bedarf des Antrags des Vorstandes oder der H√§lfte der stimmberechtigten Mitglieder. Sie kann nur an einer speziell hierf√ľr einberufenen ausserordentlichen Vereinsversammlung beschlossen werden. Der Beschluss zur Aufl√∂sung erfordert die Zustimmung von mindestens vier F√ľnftel der abgegebenen Stimmen. Die IG kann einen stimmberechtigten Vertreter in die Versammlung delegieren. Mit der Aufl√∂sung beschliesst die Vereinsversammlung ferner uneingeschr√§nkt und unwiderruflich √ľber die Verwendung des Vereinsverm√∂gens, und zwar: a) im Sinne des Vereinszwecks, b) zu Gunsten einer vertrauensw√ľrdigen Menschenrechtsorganisation, falls dem Vereinszweck nicht konkret und sachdienlich geholfen werden kann. 23. Diese Statuten sind von der Gr√ľndungsversammlung des FV vom 24. Februar 2012 angenommen worden und treten sofort in Kraft. Hombrechtikon, 24. Februar 2012 Tagespr√§sident: M J Protokollf√ľhrerin: L L Anhang – so formuliert die IG-Fair-wahrt? selbst ihre Ziele: 1. Aufkl√§rung der √Ėffentlichkeit. 2. Begrenzung der Verfahrensdauer. 3. Keine jahrelangen Sistierungen der periodischen √úberpr√ľfungen. 4. Seri√∂se, unabh√§ngige √úberpr√ľfungen, periodisch umfassend, detailliert und genau! 5. Obligatorische Rechtshilfe auch bei √úberpr√ľfungen. 6. Stopp dem Einfluss durch die ‚Äöpolitische Stimmungslage‚Äė auf die Gerichte. 7. Stopp der Beeinflussung von Gutachten durch Medien und √∂ffentlichen Druck. 8. Zulassung und Mitber√ľcksichtigung von privaten Gutachten. 9. Wo immer m√∂glich, vermehrte Anwendung von Alternativen zur Verwahrung: entsprechend strukturierte Wohnheime, elektronische Fussfesseln, wo n√∂tig rund um die Uhr Betreuung durch geschulte Bezugspersonen. 10. Gew√§hrung aller dem Verwahrungszweck nicht zuwiderlaufenden Menschenrechte, nur die wirklich notwendigen Einschr√§nkungen f√ľr Sicherheitsverwahrte: Keine Unterbringung in Strafanstalten. Beschr√§nkung einzig auf Freiheitsentzug, keine Verwahrten-Zusatz-Strafe. Freier Brief, Telefon und Mailverkehr (Internet), nur die notwendigen Kontrollen. Vermehrte Besuchsm√∂glichkeiten, Familienkontakte (Privatsph√§re). Zugang zur Natur, (gesicherte) begleitete Ausfl√ľge/Urlaube, Badem√∂glichkeit. Zulassung von eigener Verk√∂stigung, eigene Kochm√∂glichkeit. Keine Behinderung von Lekt√ľre, Musik, Unterhaltung, Wissensaneignung, Zugang zu Weiterbildung, Kursen, Hobbys. Sinnvolle und m√∂glichst individuell angemessene Arbeitsm√∂glichkeiten. Gerechte Entl√∂hnung. Freie Arztwahl. Keine Zwangsarbeit f√ľr verwahrte IV-Bez√ľgerlnnen, Rentnerinnen. 11. Stopp der Diskriminierung von Verwahrten gegen√ľber Strafgefangenen! Donnerstag, 09. Juni 2011 (BM) Interessengemeinschaft Fair-wahrt?: Teilnehmer ‚Äöder ersten Stunde‚Äė Beat Meier (BM), G.V., M.D., A.H.‚Ć, J.S., HZ., A.F.